Wie sieht ein überzeugendes Exposé für Verlage und Agenturen aus?

Was wir versprechen, wollen wir auch halten. Daher geht es in diesem Blogbeitrag endlich um die Fragestellung, welche Inhalte ein ambitionierter Autor in seinem Exposé abhandeln sollte, um Verlage und Literaturagenturen möglichst überzeugend kontaktieren zu können.

Wir selbst haben uns anfangs schwer getan und recht lange benötigt, um das Exposé für unser Buch über die 100jährige Geschichte der Liemba, ehem. Goetzen, fertigzustellen. Warum? Unser Buch wird Reportage, Reisebericht und Sachbuch zugleich sein. Beinahe alle Facetten der langen Historie des ursprünglichen Dampfschiffes werden darin behandelt. Dabei haben wir die historischen Fakten nicht nur einfach chronologisch nacherzählt. Sie werden vielmehr im Verlauf unserer individuellen Reiseerlebnisse eingewoben. Zudem beschreiben wir ausführlich Land und Leute in sehr persönlichen Kontakten und Gesprächen, berichten über Piraten, Diamanten und vieles mehr. Die Fotostrecken sollten natürlich auch nicht zu kurz kommen. All diese Punkte haben wir wieder und wieder durchgekaut und mit Bezug auf das Exposé beinahe jeden Tag neu gewichtet.

Am Ende dieses Prozesses war dann klar, welche Inhalte unser Exposé unbedingt adressieren sollte:

  • Titel  (z.B. geplanter Buchtitel oder Arbeitstitel)
  • Autoreninformationen  (z.B. Name, Vita, Veröffentlichungen, Homepage)
  • Zusammenfassung  (z.B. Buchkonzept bzw. kurzer Abriss zur Handlung)
  • Hintergrundinformationen zum Thema (vor allem bei Sachbüchern)
  • Vorschläge zum geplanten Buchformat / technische Details
  • Zielkundschaft  (z.B. private Konsumenten, Firmen, Institutionen)
  • Zielmärkte und Regionen (z.B. Deutschland, Frankreich, Amerika, Afrika)
  • Überlegungen zu möglichen Sponsoren bzw. Partnern
  • Gliederung  (z.B. Inhaltsverzeichnis mit Keywords)
  • Leseprobe  (z.B. gesamter Text oder exemplarische Auszüge)
  • alternativ exemplarische Fotos  (z.B. bei Text-Bildbänden)

Folgende Dinge sollte jeder aufstrebende Autor bei seinem Exposé unbedingt vermeiden:

  • pure Nacherzählungen des geplanten Buches: sonst bräuchte man kein Buch mehr
  • platte, ausufernde und überzogene Marketingsprüche: die nerven letztlich jeden
  • persönliche Interpretationen zum geplanten Buch: das ist die Aufgabe der Leser
  • Ziel- und Wirkungserklärungen: die ergeben sich beim Leser von selbst
  • ausufernde Exposé-Länge: mehr als zwei DIN A4-Seiten sind kontraproduktiv
  • natürlich auch jegliche Fehler bei Rechtschreibung und Grammatik: logisch

Wie immer bei solchen Aufzählungen können wir an dieser Stelle nicht auf alle Details eingehen, beantworten aber weitergehende Fragen und Kommentare natürlich gern.

Damit wären wir für dieses Mal schon wieder am Ende. Im nächsten Blog-Beitrag werden wir speziell auf den aktuellen Fahrplan der Liemba eingehen, da wir einerseits immer wieder dazu befragt werden und andererseits dieses Thema auch in unserem Buch ansprechen.

Also dann, bis zum nächsten Mal,

Rolf G. Wackenberg

Die Autoren:  Sarah Paulus  &  Rolf G. Wackenberg

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Eine Antwort zu Wie sieht ein überzeugendes Exposé für Verlage und Agenturen aus?

  1. Pingback: Wie finde ich die richtige Literaturagentur für mein Buch? | Liemba

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