Buchmarketing: Wie kommt mein Buch zum Leser?

Unser Buch über die Liemba, vormals Goetzen, wurde vor 14 Tagen veröffentlicht und ist seitdem in jedem guten Buchladen wie auch hier erhältlich. So weit, so gut. Wie bei jeder anderen Neuerscheinung stellt sich die substantielle Frage, wie denn das Werk nun seinen Weg zum geneigten Leser findet. Hier gibt es jede Menge alternative Ansätze. Da wir in den letzten Wochen öfter gefragt wurden, welche Wege wir denn so beschreiten, gibt es heute an dieser Stelle einen kleinen Überblick dazu.

In Deutschland erscheinen pro Jahr bis zu 100.000 neue Bücher. Jedem sterblichen Autoren muss daher von Anfang an absolut klar sein: Ein Buch verkauft sich nur in den seltensten Fällen von allein. Viel Schweiß, Selbstkasteiung, Klinkenputzen sowie der berühmte lange Atem und das Quentchen Glück gehören unbedingt dazu, eine Auflage auch tatsächlich unters Volk zu bringen. Sich regen bringt Segen.

In Abstimmung mit dem Verlag und einem genauen Blick auf die Kostenseite haben wir schon vor vielen Wochen eine Reihe von Spielwiesen definiert, die wir seither aktiv beackern:

  • Buchgroßhandel  (z.B. Libri, KNV, Umbreit)
  • Buchhändler  (z.B. Buchläden, Fachhändler, Internetanbieter)
  • Rezensionen  (z.B. Presse, Radio, TV)
  • Lesungen  (z.B. Buchläden, Museen, Literaturbühnen)
  • Buchmessen  (z.B. Leipzig, Frankfurt/Main)
  • Social Media  (z.B. Blog, Facebook, Autorenplattformen)
  • Direktansprache von potentiell interessierten Lesern und Multiplikatoren
  • Sonstiges  (z.B. Plakate, Flyer)

Viele Maßnahmen erklären sich von selbst. Plakate und Flyer drucken kann letztlich jeder, Rolf hat sie für uns entworfen. Einer Direktansprache von Lesern gehen einige Autoren lieber aus dem Weg, wir stehen dem offen gegenüber. Über Einsatz und Chancen von Social Media ist überall hinlänglich geschrieben worden, man sollte aber unbedingt aufpassen, nicht den gesamten Arbeitstag nur damit zu verplempern. All diese Punkte können als Begleitmusik begriffen werden.

Bei Messen waren wir uns nicht ganz einig, halten uns vorerst davon fern. Auch über Lesungen streiten sich die Geister – wir hatten hier bereits dazu unsere Überlegungen skizziert und werden in Kürze einige abhalten.

Die Zwischenbuchhändler oder Grossisten bzw. Barsortimenter stellen aus unserer Sicht eine wichtige Komponente dar. Ja, man gibt Prozente ab, hat dafür aber wenigstens zwei schlagende Argumente auf seiner Seite: die effiziente Mengenabwicklung und eine größere Reichweite, da diverse Buchläden nur über diese Anbieter und nicht direkt beim Verlag bestellen können oder wollen. Unser Verlag ist für die Zusammenarbeit zuständig, die insgesamt ein recht unterschiedliches Bild abgibt. Während mit Libri und Umbreit wirklich alles schnell und prima läuft, kommt KNV (Koch, Neff und Volckmar) irgendwie nicht aus der Hüfte, antwortet, wenn überhaupt, eher unwillig auf Anfragen.

Rezensionen, vor allem in überregionalen Medien, sind unschätzbar. Eine Buchhändlerin meinte, dass Inhalt und Fazit beinahe egal wären, die Anzahl der Buchbestellungen ginge danach letztlich immer irgendwie nach oben. Für unser Liemba-Buch sind bereits diverse Anfragen eingegangen und die entsprechenden Rezensionsexemplare auf den Weg gebracht worden.

Wirklich essentiell ist, dass Barsortiment, Rezensionen und Buchhändler gut harmonieren. Zum Zeitpunkt einer Rezension sollten die Grossisten unbedingt eine ausreichende Zahl an Exemplaren auf Lager haben, um die meist unmittelbar steigende Nachfrage durch Händler wie Amazon und den lokalen Buchladen zeitnah befriedigen zu können. Allein schon die Erwähnung unseres Buchs „Von GOETZEN bis LIEMBA“ bei Spiegel Online führte unmittelbar zu spürbaren Lieferengpässen – wir hatten hier darüber berichtet.

Apropos Buchläden. Mittlerweile sind unsere Bücher deutschlandweit im Buchhandel erhältlich. Wir wollen daher in den kommenden Beiträgen einige der Buchläden, die uns tatkräftig beim Marketing und somit letztlich beim Buchverkauf unterstützen, vorstellen. Ihr könnt gespannt sein.

Oh je, heute ist der Beitrag wohl etwas länger geworden. Frauen schreiben halt gern und viel.

In diesem Sinne

Sarah Paulus

Die Autoren:  Sarah Paulus  &  Rolf G. Wackenberg

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3 Antworten zu Buchmarketing: Wie kommt mein Buch zum Leser?

  1. Pingback: Buchempfehlung bei Spreezeitung | Von GOETZEN bis LIEMBA

  2. mariam49 schreibt:

    Interessanter Blogeintrag. Ich lese jeden Tag in einem Buch und mache mir so wenig Gedanken darüber, wie das Buch entsteht und wie es mich – körperlich – erreicht. Lediglich der Inhalt: Darüber mache ich mir Gedanken. Danke für den Ansatz!

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